Blog

1. August 2017

Neue Kapitalanlagen: digitale Währung „Bitcoins“ vor dem Fall?

Neue Kapitalanlagen – Bitcoin, eine digitale Währung in der Krise

Wenn die Spielleiter die Regeln ändern

Ob Aktien, Gold oder Immobilien – Kapitalanlagen sind immer nur so berechenbar, wie es die Spielregeln zulassen. Was aber, wenn diese geändert werden? Was, wenn Firmen plötzlich pleite sind, ein Goldverbot in harten Zeiten herrscht oder die Zwangsenteignung während und nach Krisen droht? Wie schnell das gehen kann, lehren die Vergangenheit und neue Kapitalanlagen wie die digitale Währung Bitcoin.

Was sind Bitcoins überhaupt?

Bei den Bitcoins, sinngemäß mit „digitale Münzen“ übersetzt, handelt es sich um eine digitale Währung, die dezentral sowie einzig von Angebot und Nachfrage reguliert wird – ohne Eingriffe von Staat, Zentralbank oder Bank. Das gesamte System basiert auf einer zum Finanzsystem lediglich namensverwandten Datenbank, der „Blockchain“, wo ausnahmslos alle Transaktionen anonym und verschlüsselt gespeichert werden, weshalb Bitcoins oder ähnliche digitale Geldsysteme auch Kryptowährungen genannt werden. Damit sind sie vor Manipulationen geschützt. Soweit die stark vereinfachte Theorie, es folgt ein Blick auf die Praxis.

Viele Chancen bergen auch viele Gefahren

Die Kursschwankungen der digitalen Währung sind enorm. Wer zum falschen Zeitpunkt investiert, dessen Vermögen kann über Nacht um mehr als 50% schrumpfen. Hinzu kommt, dass die Bitcoins derzeit vor einem echten Problem stehen: Durch ihren Erfolg ist das zugrundeliegende, technische System überfordert. In der Folge werden Transaktionen langsamer, teurer und die Bitcoins verlieren damit zwei ihrer größten Vorteile. Um diese und damit auch die Attraktivität der digitalen Währung für den Otto-Normalverbraucher wiederherzustellen, geschieht nun etwas, das der ursprünglichen Idee der Bitcoins schon im Ansatz widerspricht: eine Spielregeländerung. Das System-Update mit der Bezeichnung „Segwit2x“ verändert die Datenstruktur der Blockchain und soll zu deren Entlastung Transaktionen außerhalb dieses geschlossenen Systems ermöglichen.

Weniger frei als gewünscht – die digitale Währung vor dem Aus?

Welche Folgen die Änderung am 26. Juli 2017 haben wird, ist nicht abzusehen. Der 1. August 2017 gilt als Stichtag und wird zeigen, ob sich die Bitcoins in zwei Systeme spalten, alles beim Alten bleibt oder die digitale Währung an der Krise zerbricht und Milliarden von Euro mit in den Abgrund reißt. Wer sein Kapital in etablierte und stabile Werte wie Diamanten investiert hat, kann entspannt abwarten, wie die freie, neue Kapitalanlage auf das Anlegen der Handschellen reagiert.

Allgemein
About Thaylor.de